Brennnessel

Urtica dioica – blutbildend und vitalisierend

Die Brennnessel ist fast überall in der Nähe von Menschen zu finden. Und die meisten von uns haben auch schon mit ihrem brennenden Temperament Bekanntschaft gemacht.

Bei Berührung brechen die kleinen Brennhaare ab und verursachen eine juckende, brennende Quaddelbildung. So unangenehm dies ist, es liegt aber auch sehr viel Heil in dieser Hautreaktion. Das Hautareal wird bis in die Tiefe durchblutet und erwärmt. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt. In der alten Tradition der Kräuterheilkunde wurde empfohlen, gichtige Gelenke mit Brennnesselbüscheln zu „schlagen“. Ein absolutes Sofortheilmittel.

Alle Teile der Brennnessel haben eine große Heilkraft. Oft werden sie zu einer Tinktur oder auch einem nichtalkoholischen DMSO Pflanzenextrakt* verarbeitet.

Im Frühjahr empfielt es sich regelmäßig die Blätter zu essen. Brennnessel kann wie Spinat zubereitet werden, sie enthält entgegen der weitläufigen Meinung viel mehr Eisen als Spinat. Die Blätter kurz unter heißes Wasser halten, macht die Brennhaare unwirksam und so kann sogar ein Smoothie mit Brennnessel zubereitet werden.

Ein wahrer Gesundheitscocktail aus
Vitamin A und C, Eisen, Magnesium, Silizium, Natrium, Kalium und Calcium.

Ihre Wirkstoffe in den Blättern und Stängeln unterstützen vor allem die Entgiftung des Körpers. So wirkt sie blutreinigend, entgiftend bei Rheuma und Gicht. Sie hilft überschüssige Harnsäure auszuscheiden und entwässert. Sie stimuliert die Verdauungsdrüsen von Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase.

Durch ihren hohen Eisengehalt wirkt sie blutbildend.
Die Samen der Brennnessel werden in der Zeit von August bis Oktober geerntet, wenn sie eine dunkelbraune Farbe bekommen.

Die Samen enthalten vitalisierende Pflanzenhormone. Sie wirken wie ein Energieschub bei Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsschwäche. Sehr zu empfehlen sind die Brennnesselsamen bei Gedächtnisschwäche und bei älteren Menschen.
Als Kur werden 3x täglich 1 Teelöffel voll vor dem Essen eingenommen. Die Samen sollten im Mörser zerstoßen werden.

Brennnesselsamensalz:
4 Esslöffel Samen mit 100g grobem Salz im Mörser zerstoßen.
Mit diesem Energiesalz werden Salate, Speisen oder einfach das Butterbrot gewürzt.

Sollten Sie beim Umgang mit der Brennnessel „gebrannt“ werden, gibt es ein wunderbar natürliches Gegenmittel, das auch meist in der Nähe wächst: der Spitzwegerich.
3-4 lange Blätter zu einem kleinen Knoten binden und in beiden Handflächen kräftig reiben bis Pflanzensaft austritt. Diesen Saft auf die betroffene Stelle reiben. Das Jucken und Brennen hört meist sofort auf. Spitzwegerich ist ein Soforthilfemittel bei allen Arten von Insektenstichen, da er das Gift aus dem Gewebe zieht, desinfiziert und heilt.

Das mehrjährige Nesselgewächs kann bis zu 100 cm hoch werden.

Den DMSO-Pflanzenextrakt Brennnessel Kraut finden Sie in der Urdrogerie im Calendula Kräutergarten.

Die Bio Kräuter-Urtinktur Brennnessel und Brennnesselwurzel finden Sie in der Urdrogerie im Calendula Kräutergarten.

*Bei DMSO handelt es sich um Dimethylsulfoxid. Das ist eine organische Schwefelverbindung, die natürlich in unserem Körper vorkommt und auch aus Baumharz gewonnen werden kann. Aufgrund seiner vielfältigen positiven Wirkungen, wird DMSO als Universalarznei gelobt und eingesetzt. Die Einzelwirkungen wie z. B. Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Gefäßerweiterung, Wundheilungsförderung, Muskelentspannung und das Abfangen freier Radikale sind in der Naturheilkunde von großem Nutzen. DMSO ist auch ein hervorragendes Lösungsmittel und hat die besondere Eigenschaft wasserlösliche und auch fettlösliche Inhaltsstoffe sehr effektiv heraus zu lösen. Deswegen eignet sich DMSO außerordentlich gut, um Extrakte aus Heilpflanzen herzustellen.

>>Brombeere

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